Naturzaun

Naturzaun

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Ein Naturzaun besteht aus naturbelassenen Materialien, die nur soweit aufgearbeitet werden, dass sie sich als Begrenzungen von Gärten und Grundstücken eignen. Oft sind einfach gesägte und grob gehobelte Grundkonstruktionen aus unbehandeltem Holz die Träger für sehr unterschiedliche Werkstoffe. Biegsame Weidenäste füllen in geflochtener Form Zaunfelder oder Heidekraut wird in Matten als Sichtschutz und Zaunkorpus zusammen gebunden. Exotischere und ungewöhnliche Gehölze wie Haselnuss, Bambus, Schilf und Kastanie bringen durch ihre natürlichen Eigenschaften die Voraussetzungen mit, auf vielfältige Weise zu einem Naturzaun gestaltet zu werden. In einen Naturzaun können auch lebende Elemente integriert werden, so dass sich der Zaun im Lauf der Zeit durch Wachstum verändert.

Die Attraktivität von natürlich gewachsenen Zaunelementen

Ein purer oder sogar lebender Naturzaun ist oft eine einmalige Konstruktion, die es so kein zweites Mal gibt. Getrocknete Äste als Querstreben oder Riegel eingesetzt sorgen für eine unsymmetrische und einzigartige Optik. Für die Konstruktion bedarf es Kreativität und viel Zeitaufwand im Gelände oder Wald – Baumärkte oder Gartenbaubetriebe liefern lediglich das Zubehör. So kann beispielsweise abgefallenes Untergehölz gesammelt werden und mit Beil, Säge und Hobel grob in Form von Pfosten oder Streben gebracht werden. Als Füllmaterial in Gitterkonstruktionen kann Reisig dienen, aber auch getrocknetes Strauchwerk oder Blätter werden verwendet. Wenn der Naturzaun ein „lebender Zaun“ soll, ist der Übergang zur Begrenzungshecke fließend. Zum Beispiel wird Weidenholz geschnitten und in den Boden eingesteckt. Bei entsprechender Pflege wachsen die Ruten an und werden später mit quer eingeflochtenen Weidenzweigen ergänzt. So entsteht ein Flechtzaun, für den auch die Gehölze Hainbuche, Hasel oder Feldahorn geeignet sind.

Unbehandelte Elemente und Füllungen

Andere Arten von Naturzäunen sind im Handel zu erwerben. Unbehandelte und nur grob gehobelte Palisaden, Staketen, Latten und Pfosten werden in Form eines Latten-, Friesen-, Bohlen- oder Bretterzauns montiert. Als ein in Mitteleuropa noch eher unbekannteres Material eignet sich auch Bambus und Schilf als natürlicher Werkstoff sehr gut. Beide Gehölze sind widerstandsfähig, stabil und gut zu bearbeiten. Vom Bambus werden nicht nur die Stämme verarbeitet, sondern auch die Pflanzenblätter sind als Zaunfeldfüllungen ähnlich wie Schilf gut geeignet. Weitere Füllmaterialien sind Heidekraut, Holzfasern von Weiden, Haselnuss und Kastanie so wie Bast.