Lebender Weidenzaun

Lebender Weidenzaun

Es hört sich ein wenig wie ein Wunder an. Ruten werden einfach in die Erde gesteckt und regelmäßig gewässert. Im Lauf der Zeit wachsen sie an und beginnen, grüne Triebe zu entwickeln. So wird aus Wasser und vermeintlich erst mal kahlem Gehölz ein lebender Gartenzaun, der später sogar zurückgeschnitten werden muss, um seine Form zu behalten. Doch nicht nur das Wachstum erstaunt, sondern auch die Flexibilität und Biegsamkeit des Holzes. Aus weichen Gerten pflanzen die Anhänger eines Naturzauns den Zaun in der persönlich bevorzugten Form – einschließlich gebogener und geflochtener Elemente.

Gärtner pflanzen lebende Weidenzäune

Soll der lebende Weidenzaun von einem Dienstleister errichtet werden, sind Gärtnereien oder spezialisierte Einzelunternehmer die ersten Ansprechpartner. Im Internet finden sich gute Beispiele unter freitag-weidenart.com oder weidenmoos.de. Der Rohstoff Weide ist günstig und die ein- bis zweijährigen Setzruten oder -stangen beginnen bei einem Stückpreis ab fünfzig Eurocent. Für einen laufenden Meter werden vier bis acht Stück benötigt. Mit Querverflechtungen und Pfosten sind beim Kauf eines Weidenzauns zehn bis 15 Euro pro laufenden Meter zu kalkulieren. Die Montage oder eher Pflanzung des Weidenzauns verdoppelt den Materialpreis in etwa, so dass ab dreißig Euro für den laufenden Meter ein fachmännisch gesetzter lebender Weidenzaun entsteht.

Der Selbstbau ist günstig und arbeitsintensiv

Aus über hundert verschiedenen Weidenarten kann der lebende Gartenzaun gestaltet werden. Das Farbspektrum der Pflanzen aus der Familie „Salix“ reicht von grünlich über braun und grau bis hin zu rötlichen Tönen. So sind auch Kombinationen verschiedener Arten reizvoll. Das Suchen des Materials in freier Natur ist aufwendig und kostet viel Zeit. Dafür sind die Ruten und Äste kostenfrei. Es ist aber auch kein Problem, die Weidenruten und Steckstöcke beim Gärtner zu kaufen. Für den laufenden Meter, einschließlich stabiler Pfosten, sind ungefähr acht bis zehn Euro anzusetzen. Interessante Pflanzanleitungen finden sich im Internet unter imker-schwaben.de und unter projekt-permakultur.de, in denen auch über die Hintergrundidee des lebenden Zauns gesprochen wird.