Gartenzaun Holz

Gartenzaun Holz

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Als der Mensch begann, Grundstücke und Eigentum abzugrenzen und zu schützen, kam er zuerst auf Holz, mit dem er seine Flächen umgab. Die ersten Gartenzäune aus Holz entstanden aus umgefallenen Baumstämmen und großen Ästen. Schnell entdeckte der Mensch neben der Sicherung des Eigentums auch die Funktion des Sichtschutzes. Um den Gartenzaun zu erhöhen, rammte er Pfosten in die Erde, die Stämme und Äste von Lärche oder Kiefer auch übereinander stapeln ließen. Rund um diese zwei Funktionen, Abgrenzungs- und Sichtschutzzaun, entwickelten sich viele Techniken und Fertigkeiten, einen Holzgartenzaun zu montieren.

Als die Zäune laufen lernten

Die sich weiter entwickelnden Fähigkeiten der Holzbearbeitung führten zum Lattenzaun, bei dem Holzlatten nebeneinander aufgereiht sind und mit Querbalken befestigt werden. Dieser Holzlattenzaun mit Sichtschutz führte zum Bohlenzaun, bei dem starke Latten oder sogar Balken senkrecht nebeneinander versetzt in den Boden gesetzt werden. Eine weitere Zaunart verbreitete sich genauso schnell, der normale Bretterzaun, bei dem die bearbeiteten Latten, Planken oder Leisten zwischen Pfosten als Füllung dienen. Die Entdeckung, dass Einzelteile aus Holz durch das gegenseitige Verschränken eine höhere Stabilität erlangen, führte zu dem Scherenzaun, bei dem die einzelnen Latten, Bretter oder Pfähle kreuzförmig angeordnet sind. Der bekannteste Scherenzaun ist der beliebte und weit verbreitete Jägerzaun. Seine einzelnen Pfähle sind am oberen Ende angespitzt, um das übersteigen zu erschweren. Als bevorzugte Holzarten bei einem Gartenzaun setzten sich die einheimischen Gehölze zuerst durch, und so ist ein Holzzaun aus Lärche oder Kiefer auch wegen der niedrigen Materialkosten erste Wahl.

Holzzäune in großer Vielfalt für jeden Zweck

Heutzutage gibt es für jeden Geschmack und jedes Bedürfnis den richtigen Holzzaun. Durch die bezahlbar gewordenen Transporte stehen auch exotische Holzsorten aus fernen Ländern zu Auswahl. In unseren dicht besiedelten Regionen – vor allem im städtischen Raum – gibt es Regeln und Gesetze, um die Konstruktion von Holzzäunen allgemeinverträglich zu gestalten. So gibt es eine Genehmigungspflicht, wenn beispielsweise ein Sichtschutzzaun sehr hoch werden soll oder nah an ein Nachbargrundstück grenzt. Auch der Mindestabstand zur Grundstückgrenze und die Zugangserlaubnis für die Pflege vom Nachbargrundstück aus sind meist geregelt. Für gewöhnlich erlässt jede Gemeinde diese Vorschriften, die allerdings bei den meisten Typen von Holzzaun nicht berührt werden. So hat jeder Grundstücksbesitzer die freie Auswahl, ob er seinen Holzzaun vor allem als Sichtschutz einsetzen will und einen Lattenzaun, Bohlenzaun oder Bretterzaun bevorzugt.