Flechtzaun

Flechtzaun

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Das Flechten ist eine alte Technik, um aus verhältnismäßig instabilen Einzelteilen eine stabile Fläche zu schaffen. Beim Bau eines Naturzauns sind Weidenruten und Haselnussäste populäre Holzbauteile, die mittels Flechten entweder zu geschlossenen Flächen verflochten werden oder als haltbare Unterkonstruktion eingesetzt werden. Ein Gartenzaun kann als sofort wirksamer Sichtschutz montiert werden oder als ein „mitwachsendes“ Element bei der Gartengestaltung eingesetzt werden.

Sehr natürliches Aussehen mit wachsender Stabilität

Ein oft nicht sofort ins Auge fallender Aspekt des Flechtzauns ist seine Eigenart, im Laufe seiner Lebenszeit an Stabilität zu gewinnen. Da das Holz der Ruten, Stöcke, Äste und Gerten als lebendes Zaunmaterial ständig weiter arbeitet, verkeilt sich das Geflecht zunehmend und erzeugt eine leichte Spannung. Daher sind auf den Zaunflächen und -füllungen Halterungen und Befestigungen kaum notwendig und meist nur Fixierungen an den Eckpunkten des Flechtzauns vorhanden. Fertig geflochtene Zaunfelder für den Gartenzaun sind ebenso im Handel erhältlich wie komplette Zaunsysteme. Einen grundlegenden Unterschied machen „tote“ Gehölze wie Esche, die zwar auch den Effekt des nachträglichen Verkeilens haben, aber im Gegensatz zu Weidenholz nicht wieder beginnen, Triebe zu entwickeln. Ein im Handel erhältlicher Flechtzaun ist meist aus toten Hölzern gefertigt. Lebendes Holz wie Weidenruten oder Fliederäste sind in Gärtnereien zu erwerben oder auch in der freien Natur zu finden.

Materialmix und Montage

Für einen Flechtzaun können ebenso wie beim Kauf eines Weidenzauns alle Einzelteile komplett gekauft werden und auf Wunsch montieren Fachbetriebe den Naturzaun. Zwischen die Pfosten werden fertige Zaunfelder eingesetzt, die als komplette Flechtwerke vorgefertigt sind. Je nach Holzart, Stärke, Verarbeitungsqualität und Holzschutzbehandlung wird ab zehn Euro pro laufenden Meter kalkuliert. Beliebt ist die Kombination von Eigenleistung und dem Kauf fertigen Zubehörs. Da das Flechten für geübte Handwerker kein Problem darstellt, werden gekaufte Pfosten eng gesetzt. Dann wird das Flechtwerk, selbst gesammelt oder in der Gärtnerei gekauft, einzeln zwischen die Pfosten gesteckt. Bauanleitungen finden sich im Internet zum Beispiel unter 1-2-do.com oder krautundrueben.de. Für eine Übersicht von Flechtoptiken lohnt sich die Bildersuche in Suchmaschinen oder auf mein-schoener-garten.de, auf dem auch Preise für fertige Zaunfelder zu finden sind. Mit der Mischung verschiedener Gehölze können interessante Optiken erzielt werden. Wenn tote und lebende Hölzer zusammen genutzt werden, verleihen die einzelnen Austriebe dem Flechtzaun ein eigenes „Wachstum“.